Die dreiste Impf-Lüge

Verschiedene Bundesländer schaffen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene, weil diese angeblich weniger gefährlich seien. Auch die Bundeskanzlerin hat in mehreren Reden behauptet, geimpfte Menschen würden ein geringeres Risiko für Infektionen darstellen als der Rest der Bevölkerung. Dies ist eine dreiste Lüge.

In einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Greifswald vom 30. April 2021 schlagen sich die Richter wieder einmal auf die Seite der hysterischen Corona-Fanatiker. Sie sehen eine Gleichbehandlung von geimpften und ungeimpften Menschen als nicht mit dem Gleichbehandlungsgebot aus Art. 3 GG vereinbar an. Wieder einmal missbrauchen staatliche Juristen die Grundrechte, um sie in ihr Gegenteil zu verkehren.

Die einzige Begründung für diese Diskriminierung von gesunden Menschen mit intaktem Immunsystem ist ein Verweis auf das regierungseigene Robert-Koch-Institut (RKI). Die Regierung darf also nicht nur selbstreferentiell die Grundrechte nach belieben aushebeln. Jetzt gehen die Richter sogar dazu über, die Regierung zu Rechtsverstößen aufgrund der hauseigenen Meinung anzuweisen.

Das RKI hat nie behauptet, dass Geimpfte sich nicht mehr am SARS-CoV-2 infizieren und die Infektion nicht an andere weitergeben können. Ob dies so ist oder nicht, ist immer noch völlig offen. Ich wage sogar zu behaupten: wenn das Gegenteil jetzt immer noch nicht feststeht, können wir gut davon ausgehen, dass eine sterile Immunisierung auszuschließen ist.

Auf der Webseite des RKI findet sich folgende kryptische Aussage in den FAQ zur Frage “Können Personen, die vollständig geimpft sind, das Virus weiterhin übertragen?”:

“Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-positiv wird, ist bereits niedrig, aber nicht Null (…) In welchem Maß die Impfung darüber hinaus die Übertragung des Virus weiter reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten ist davon auszugehen, dass die Viruslast bei Personen, die trotz Impfung mit SARS-CoV-2 infiziert werden, stark reduziert und die Virusausscheidung verkürzt ist.”

RKI, COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), Stand: 22.4.2021

Man weiß es also nicht. Man hofft lediglich, dass die Impfung hilft. Aus dieser ungewissen Aussage schöpft das RKI folgenden unbelegten Satz: “In der Summe ist daher das Risiko einer Virusübertragung stark vermindert.”

Wie das RKI darauf kommt und wie stark die Virusübertragung vermindert sein soll, bleibt im Dunkeln. Es folgt ein weiteres plakatives Statement, das wohl eher dem Wunsch des Kanzleramtes entspricht als dem Stand der Wissenschaft:

Aus Public-Health-Sicht erscheint durch die Impfung das Risiko einer Virusübertragung in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen.

Diese Einschätzungen beruhen auf folgender Evidenz:

Die Impfung hat eine hohe Schutzwirkung (mindestens 80 %) gegen schweres COVID-19, unabhängig vom verwendeten Impfstoff (Comirnaty von BioNTech/Pfizer, COVID-19-Vaccine von Moderna, Vaxzevria von AstraZeneca).

Die derzeitige Datenlage (zusammengefasst in der „Wissenschaftlichen Begründung der STIKO-Empfehlung“) zeigt darüber hinaus, dass die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff wie auch mit mRNA-Impfstoffen zu einer deutlichen Reduktion der SARS-CoV-2-Infektionen (symptomatisch + asymptomatisch) führt (Vaxzevria von AstraZeneca bereits nach der 1. Dosis ca. 65 %; Comirnaty von BioNTech/Pfizer nach der 2. Dosis ca. 90 %).

Weitere Daten belegen, dass selbst bei Menschen, die trotz Impfung PCR-positiv werden, die Viruslast signifikant reduziert wird (Ct Shift) und weniger lange anhält (verkürztes Shedding).

Stand: 09.04.2021

Offenkundig darf die “Public-Health-Sicht” das Ergebnis ungestraft verzerren. Auf wissenschaftliche Fakten kommt es in der Diskussion und beim RKI schon lange nicht mehr an.

  • Der Wirkungsgrad von gerade mal 80% bezieht sich lediglich auf die Verminderung des individuellen Krankheitsrisikos. Bei 80% der Geimpften ist zu erwarten, dass eine spätere Infektion milde verläuft.
  • Die Zusammenfassung der STIKO-Empfehlung ist falsch. In dieser heißt es (S. 22 des oben verlinkten Dokuments): “Die aktualisierten Daten der randomisierten kontrollierten Zulassungsstudie zeigen derzeit bei Personen ≥ 65 Jahre eine Impfeffektivität gegen COVID-19 von 44,8 % (95 % KI –89 – 84) und sind damit nach Einschätzung der STIKO aufgrund der Unsicherheit der Schätzung weiterhin nur in begrenztem Umfang aussagekräftig” und weiter: “Die Qualität der Evidenz wurde für die Endpunkte COVID-19-Erkrankung und COVID-19-assoziierte Hospitalisierung als moderat eingestuft.”
  • Statistisch sind die bisherigen Ergebnisse aufgrund ihrer geringen Konfidenz als nicht gesichert zu beurteilen. Dazu zeigen sie eine Effektivität, die weit unter der 80%-Grenze liegt. Die Frage der Weitergabe des Virus wurde nicht untersucht.
  • Die ebenfalls verlinkte vierseitige, nicht peer-reviewte Kurzstudie zum Ct-Shift sagt ja gerade aus, dass Geimpfte auch wieder PCR-positiv getestet werden können. Es ist erstaunlich, dass jetzt plötzlich der Ct-Wert bei der Infektiosität eine Rolle spielen soll, was bislang von RKI, Regierungen und den Gerichten vehement abgestritten wurde. Der Effekt auf den Ct-Wert (also die Anzahl der Testrunden, nach denen sich das Virus zeigt) ist minimal. Ohne Impfung liegt er im Mittel in etwa bei 24, nach 12 Tagen einer Impfung bei 27. Wenn man davon ausgeht, dass alles unter 30 noch als infektiös gewertet werden müsste, ist das kein gutes Ergebnis.

Wesentlich korrekter kann man den Stand der Erkenntnisse aus den Angaben der Impfhersteller selbst entnehmen. In dem aktuellen Aufklärungsbogen zur COVID-19-Impfung von Pfizer und Moderna heißt es:

Auch wenn Sie geimpft sind, ist es notwendig, dass Sie weiterhin die AHA + A + L-Regeln beachten und somit sich und Ihre Umgebung schützen. Gründe dafür sind, dass der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und auch nicht bei allen geimpften Personen gleichermaßen vorhanden ist. Zudem lässt sich zurzeit noch nicht mit Sicherheit sagen, ob Personen das Virus (SARS-CoV-2) trotz Impfung weiterverbreiten können.

Stand: 01.04.2021, S. 2

Die dreiste Lüge von der Immunisierung Geimpfter hat nicht nur eine Verkehrung der Grundrechte zur Folge, wonach gesunden Nicht-Störern eigentlich keinerlei Einschränkungen auferlegt werden dürften. Es ist zudem ein erhebliches Risiko für das Gesundheitssystem zu befürchten, wenn infizierte Geimpfte als neue Superspreader durch die Lande reisen. Völlig unklar ist nämlich, ob das gefährliche Spikeprotein von den mRNA-Impfstoffen nicht nur im Körper der Geimpften produziert wird oder ob es auch von ihnen ausgeschieden wird.

Social Foto von Steven Cornfield auf Unsplash

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.